Mit seinem Unternehmen Tiburon Consulting berät Uwe Wagner deutsche Unternehmen, die den amerikanischen Markt erobern wollen. Im Video erzählt er uns, was man als Unternehmen beim Gang in die USA beachten muss und ob es überhaupt nötig ist, ein Standbein in den USA aufzubauen. Lohnt es sich wirklich, nur für den Erfolg rüber zu gehen? Uwe Wagner nennt spannende Zahlen.
The Quantified Car – Alexander Marten lässt Dein Auto sprechen
Spätestens seit Nike FuelBand, Fitbit und JawboneUp ist es einfach total hip, sich selbst zu messen. Schritte, Schlafzyklen, Stimmung und Wasweißichnichtwas messen die kleinen Armbänder mehr oder weniger zuverlässig. Alexander Marten und sein Team von Augmentation Industries produzieren mit ihrem System MAD nun ein Gerät, mit dem es Autofahrern möglich ist, auch das eigene Auto und sein Verhalten genau zu vermessen. Wie schnell fahre ich, wie viel Sprit verbrauche ich, und wäre eine andere Route nicht energiesparender gewesen – diese und weitere Fragen sollen sich dann, per Bluetooth aus einer kleinen Box im Motorraum gefunkt, ganz einfach auf dem Display des eigenen Smartphones ablesen lassen. Klingt gut für den Autofahrer – aber auch die Versicherungen dürften auf die Daten aus dem Motorraum ziemlich scharf sein, erlauben sie doch viel genauere Aussagen zu riskantem Fahrverhalten und ähnlichen Risikofaktoren, die sich bisher schlichtweg nicht ermitteln ließen. MAD – ist das Big Brother im Motorraum oder einfach nur ein supercooles Gadget? Seht selbst und bildet euch euer eigenes Urteil!
Gegen nackte Haut: ShowStoppers stoppen peinlich Momente
Man kann doppelseitiges Klebeband deutlich teurer verkaufen als im Baumarkt, wenn man einfach nur eine lukrative Marktnische dafür sucht. Shannon Mattingly hat genau das gemacht. Ihr doppelseitiges Klebeband heißt ShowStoppers und bewahrt Frauen vor peinlichen Momenten. Und das scheint denen einiges wert zu sein.
Das nicht ganz billige Klebeband in der formschönen pink-schwarzen Aufklapp-Verpackung klebt Kleider an der Haut fest und sorgt somit dafür, dass auch bei weiten Ausschnitten nichts verrutscht und die Einblicke nicht zu tief werden. Mit ihrer Idee hat Shannon es immerhin schon in diverse TV-Sendungen geschafft und auch im deutschen Fernsehen war sie mit ihrer Idee schon zu sehen. Jetzt ist Shannon endlich auch bei Venture TV zu Gast. Wir sagen: Let the show start!
Update: Die Seite ist inzwischen offline
Die ultimativen Tipps: Q&A Session mit Andy von Bechtolsheim und deutschen Gründern
Du wolltest schon immer mal wissen, wie es im Silicon Valley so läuft? Bei der Q&A Session mit deutschen Gründern plaudert Andy von Bechtolsheim (Gründer von Sun Microsystems und einer der ersten Investoren bei Google) über die „Geheimnisse und Gesetze“ des Silicon Valleys. Wer noch mehr von Andy von Bechtolsheim sehen will, findet hier das ausführliche Venture TV Interview mit ihm.
RocketSpace-Gründer Duncan Logan: Mit Coworking schneller erfolgreich werden
Duncan Logan ist Gründer von RocketSpace, einem der bekanntesten Coworking-Spaces in San Francisco. Im Interview mit Venture TV erklärt Duncan, warum Coworking ein Startup und seine Gründer schneller zum Erfolg bringt als das einsame Brüten in der heimischen Wohnung.
Update: Nach 9 Jahren hat Ducan den Space geschlossen wie er in einem persönlichem Post auf Linkedin erklärt.
Über Mythen und Milliarden: Andy von Bechtolsheim gründete Sun Microsystems und investierte als einer der Ersten in Google
Er ist einer der größten Namen im Silicon Valley: Andreas von Bechtolsheim. 1955 geboren am Ammersee, zog es den Informatiker aus Bayern nach dem Abitur und seinem Studienbeginn an der TU München schnell in die USA. Nach seinem Abschluss als Master in Informatik an der Carnegie Mellon University in Pittsburgh ging er schließlich als Doktorand ins Silicon Valley zur Stanford University. Einige Jahre später gründete er mit Studienkollegen das Unternehmen SUN (Stanford University Network), welches sich zu einem riesigen Erfolg entwickelte. Neben weiteren eigenen Gründungen, die Bechtolsheim anschob (Übersicht bei Wikipedia), investierte er in verschiedene Startups – das bekannteste unter ihnen: Google. Bechtolsheim investierte 100.000 Dollar in das Unternehmen der beiden Stanford-Studenten Larry Page und Sergey Brin und konnte sich beim Börsengang 2005 über einen Wertzuwachs seiner Anteile auf mehr als 500 Mio Dollar freuen. Bei Venture TV spricht Bechtolsheim in einem seltenen Interview auf Deutsch über seine spannende Karriere, den Mythos, dass er Google den Namen gab und die Chance für deutsche Startups, amerikanische VCs gewinnen zu können. Wir finden: Ein spannendes und wirklich sehenswertes Interview!
Andy von Bechtolsheim – Das Interview im Volltext:
Venture TV: Herzlich willkommen bei Venture TV – heute mit einem ganz besonderen Gast: Andy von Bechtolsheim. Andy, ich weiß nicht, du hast wahrscheinlich deinen Namen lange nicht mehr richtig deutsch ausgesprochen. Heute machen wir das mal wieder und wir machen das Interview auf Deutsch, obwohl du schon ganz lange hier im Silicon Valley wohnst. Du warst einer der vier Gründer von Sun Microsystems, warst dann ganz, ganz früher Investor bei Google. Ja, erzähl doch mal ein bisschen selber über deine Geschichte. Was hat dich ins Valley getrieben seinerzeit? Du bist in Bayern geboren, in München hast du studiert, wie ging es weiter?
Andy von Bechtolsheim: Ja, ich war nur kurz in München. Also ich kam eigentlich hier als Student an, um Computer zu studieren in den 70er Jahren, weil mit Computer, also das Universitätsprogramm war da etwas hintennach in Deutschland. Es ist heute viel besser, aber damals war es ein Problem. Und hier in Amerika hatten die halt den Vorteil, dass sie schon derzeit das erste Internetz hatten, also waren die ersten Universitäten schon verbunden. Und das war ein ganz neues Erlebnis, was man halt mit Netzwerken und Kombinationen, wenn dann jeder so ein Terminal hat, machen kann. Das kann man nur erleben, wenn man das eben macht.
Und der Gedanke, dann diese Sun Workstation zu entwickeln, kam eigentlich von Xerox PARC. Die hatten ja dieses Forschungslabor mit diesem Alto-Computer und ich war da als Gaststudent. Und wenn man das zum ersten Mal benutzt, dann hat man das Bedürfnis, dass hier der Gedanke bestand, dass jeder so was kaufen möchte. Und das wurde dann eben zur Firma Sun. Ich muss sagen, zum Teil war es Glück, hier zur richtigen Zeit im Land zu sein. Das war damals der große Aufschwung mit Mikroprozessoren und der Revolution, dass halt die dann die Großrechner ersetzt haben und dann die ganzen Netzwerksachen kamen. Als dann Sun public wurde, wo ich eben auch einen Invest habe in anderen Firmen, zum Teil Google als auch VMware und anderen, das hat sich natürlich auch sehr rentiert. Aber es macht mir nach wie vor mehr Spaß, eine eigene Firma zu haben, um dort selber zu arbeiten, als einfach irgendjemandem einen Scheck zu schreiben.
Venture TV: Als anderen zuzusehen.
Andy von Bechtolsheim: Ja.
Venture TV: Bei Google, das haben wir gestern mitgekriegt, da waren wir im Headquarter, da hieß es, du seiest zuständig für den Namen Google.
Andy von Bechtolsheim: Nein, nein, nein.
Venture TV: Und das ist nicht so. Ich glaube, die Geschichte war irgendwie, du hast einen falschen Namen auf dem Scheck ausgestellt und seitdem heißen die irgendwie.
Andy von Bechtolsheim: Nein, nein, nein.
Venture TV: Okay, jetzt kommt die richtige Geschichte: Warum heißt Google Google?
Andy von Bechtolsheim: Ich lernte die Gründer kennen, bevor die Firma überhaupt bestand. Aber sie hatten schon einen Namen, der Name, den gab es. Und meine Sorge damals war einfach, dass die halt anfangen mit der Firma. Und deswegen habe ich einen Scheck ausgeschrieben auf den Namen der Firma, die es noch gar nicht gab. Also, um den Scheck zu kassieren, mussten sie die Firma gründen, um den halt einzulösen. Verstehen Sie?
Venture TV: So wars. Aber der Name hat sich nicht geändert durch dich, alles klar. Jetzt bist du ja wirklich schon lange hier im Silicon Valley. Viele Deutsche überlegen, auch hier rüberzugehen. Man denkt irgendwie, der Erfolg, der kommt dann einfach. Ist das so, würdest du das sagen, dass der Erfolg viel schneller kommt, wenn man im Valley ist oder kann man in Deutschland genau so erfolgreich werden?
Andy von Bechtolsheim: Das ist eine sehr schwierige Frage. Das ist nicht leicht zu beantworten. Alles hat seine Vor- und Nachteile. Silicon Valley – hohe Mobilität, man kann Leute relativ leicht anziehen, aber auch leicht verlieren. Also es ist sehr competed affair für jeden, der was weiß. Man kann vielleicht leichter auch Gelder auftreiben, wenn man die richtige Idee hat oder man hier jahrelang sitzen und kein Geld auftreiben, weil man nicht die richtige hat. Also es ist ziemlich binär.
In Deutschland ist es eher stabiler, würde ich sagen. Das heißt, die jungen Ingenieure, die man dann in eine Firma hereinbekommt, haben nicht so viele andere Alternativen und man hat dann nicht die Sorge, dass die gleich bei der Konkurrenz weitermachen, auf gut Deutsch. Andererseits, ich selber bin ja hier und kann das jetzt ein bisschen schwer beurteilen. Aber ich höre, dass die Startup-Szene gerade in Berlin, auch so in München, gerade jetzt Fortschritte gemacht hat und es ein ganz neues Momentum gibt von Startups, das es seit Jahren nicht gegeben hat. Und wenn dann eine Firma schon mal ein Produkt hat und sich dann erweitern möchte, ist es natürlich sehr wichtig, hier nach Amerika zu kommen und das hier zu verkaufen. Also es ist gar keine Frage, dass der amerikanische Markt sehr viel größer ist als der deutsche Markt. Aber man braucht halt ein Produkt, um in den Markt einzutreten. Aber eine Produktentwicklung, das kann man genauso gut in Deutschland machen, wie auch in China oder in Indien. Es ist eher eine Frage, ob man die richtigen Leute hat und das richtige Team, das Produkt zu entwickeln. Der Verkauf ist ja dann, je nachdem, wie das in jedem Land funktioniert.
Venture TV: Jetzt hast du ja hier wirklich schon seit ganz langen Jahren investiert. Das heißt, Andy von Bechtolsheim hat wahrscheinlich so sein eigenes Muster, nach dem er Startups überprüft, ob sie gut sind oder nicht. Was ist das bei dir, wonach suchst du deine Investments aus?
Andy von Bechtolsheim: In der letzten Zeit investiere ich eher weniger, muss ich gestehen, weil ich meine eigene Firma habe.
Venture TV: Du kümmerst dich um ein eigenes Unternehmen jetzt, um Neues.
Andy von Bechtolsheim: Aber meine Methode war, nicht jetzt mit Venture Capital zu konkurrieren. Weil es gibt ja jede Menge Venture Capital Gesellschaften, die im Jahr Tausende von Businessplans bekommen, die dann untersuchen und dann 30 Leute haben, die die Leute interviewen. Ich habe eher in Leute investiert, die ich persönlich kannte oder halt Ideen, die mir sofort Sinn machten. Das heißt, wenn eine Idee in 60 Sekunden oder 30 Sekunden Sinn macht, dann ist es wahrscheinlich eine gute Idee. Wenn man das 15 Minuten erklären muss, wieso es eine gute Idee sein sollte, dann ist es wahrscheinlich keine gute Idee. Also die besten Ideen waren die einfachsten oder die offensichtlichsten, sollte ich sagen. Es ist erstaunlich, zum Beispiel als Google angefangen hat, die ganze Idee, dass man mit Relevant Adds relativ leicht Geld verdienen kann, war ja eigentlich logisch, aber es hat einfach noch niemand gemacht.
Venture TV: Haben die Gründer das schon früh gewusst? Weil es existiert ja auch die Story: Ja, sie hatten ja eigentlich gar keine Idee, sie hatten nur ein cooles Produkt.
Andy von Bechtolsheim: Nein, die hatten alles das schon ausgedacht. Für den Erfolg der Firma Google habe ich nicht viel mitgeholfen, außer ihnen den Scheck zu schreiben.
Venture TV: Okay, also das Ziel, Adds irgendwann mal zu schalten, das bestand schon von Anfang an.
Andy von Bechtolsheim: Die haben verstanden, wie wichtig es war, eben die Searchergebnisse wirklich zu finden, die man suchte, und natürlich dann nebendran, wie man damit Geld macht. Und diese Idee von diesen Sponsored Links, wenn man also jetzt einen Tennisschläger sucht und dann vielleicht auch einen kaufen möchte, wenn man da draufdrückt, die bestand schon am Anfang. Was noch nicht ganz klar war ist, wie viel die Leute dafür zahlen würden. Weil ich habe sie dann gefragt: Wie viel kostet so ein Klick? Und sie sagten: 5 Cents. Das ist ja heute immer noch der Mindestbetrag, wenn das jetzt nicht competitive gebited ist. Aber die Durchschnittsrate heute ist ja inzwischen 50 Cents in Dollar, ich weiß gar nicht wie viel. Aber der eigentliche Erfolg war natürlich, dass die dann so viele Eyeballs hatten, dass jeder auf Google halt advertisen muss, um gesehen zu werden. Also das ist praktisch das neue Telefonbuch. Am Anfang war natürlich das Revenue viel kleiner. Und der eigentliche Erfolg von Google war erst nach dem Dotcom Crash. Also das Geschäft hat sich erst richtig abgehoben ab 2001, weil erst dann die Leute verstanden haben, wie viel besser dieses Sponsored Links and Advertise Modell war, als das bisherige Banner Adds mit Yahoo und anderen Firmen.
Venture TV: Das Geheimnis für den Erfolg war schon die extrem viel bessere Produktqualität bei Google. Man hat einfach dann bessere Ergebnisse gefunden.
Andy von Bechtolsheim: Ja natürlich. Aber es war ja auch für den Benutzer das Kostenlose. Ich bin mehr vor Google als jeder anderen Website, einfach, um Sachen zu finden. Und natürlich gibt es jetzt noch andere Suchmaschinen, die vielleicht fast genauso gut sind. Aber Google hat jetzt das Automatic Quick Search, oder wie das heißt. Man denkt, was man möchte, und da steht schon der Suchbegriff. Es ist erstaunlich, wie das funktioniert und es überzeugt nach wie vor, finde ich.
Venture TV: Es gibt tatsächlich in Deutschland den Mythos von amerikanischen VCs, dass ihnen manchmal ganz egal ist, ob schon das Konzept gefunden ist, mit dem man Geld verdient, auch über Google. Das finde ich jetzt ja interessant, dass du die Sponsored Adds jetzt schon erwähnst, dass sie diese Apps schon sehr früh im Kopf hatten, die Gründer. Bei Twitter ist es ähnlich, irgendwie besteht nur das Produkt. Ist das ein Mythos, dass VCs, auch ohne die Möglichkeit zu sehen, wie man später Geld verdient, in Unternehmen investieren? Oder würdest du sagen: Das ist absolut falsch, VCs müssen immer erkennen können, dass man Geld verdienen kann.
Andy von Bechtolsheim: Das hängt ein bisschen von dem Hype ab. Also das heißt, vor fünf Jahren waren Solarzellen die Zukunft. Man dachte, damit kann man viel Geld verdienen. Dann kam raus, dass halt Solarzellen billigst in China produziert werden, damit keiner damit Geld überhaupt macht. Das war eine große Fehlrechnung, würde ich heute sagen. Mit den Dotcom Seiten gab es früher nur noch die Frage, wie viele Eyeballs hat man und das Geld wird dann kommen.
Venture TV: Das hat gereicht, ja.
Andy von Bechtolsheim: Aber natürlich, wenn das Geld nie gekommen ist, hat das auch nichts genützt. Also man kann jetzt nicht einem Geschäftsmodell vertrauen, das garantiert immer Verluste fährt. Das hat garantiert keinen Sinn. Aber es ist schon anzunehmen, dass, wenn man seine ersten zehn Millionen und dann vielleicht mal irgendwann eine halbe Million Eyeballs hat, dass man dann viel wert ist. Das ist ja jetzt mit Twitter und anderen so Sachen der Fall gewesen.
Venture TV: Als Abschluss würde ich dich gerne jetzt noch eine Frage fragen, die auch Deutschland und die deutschen Gründer ziemlich bewegt: Wie kriegen wir Geld aus Amerika? Das ist ja irgendwie immer ein ziemliches Problem. Die Deutschen haben das Gefühl, die Amerikaner interessieren sich gar nicht so richtig für uns. Woran liegt es? Sind die Gesetze zu schwierig in Deutschland, verstehen die VCs die deutschen Firmenkonstrukte nicht oder ist es einfach zu weit weg?
Andy von Bechtolsheim: Es ist einfach zu weit weg. Also ich habe das erst hier falsch beantwortet. Es ist wirklich die Tatsache, dass man mit den Firmen doch im Kontakt sein muss. Und es gibt sehr viele Opportunities hier in Silicon Valley. Also die meisten Silicon Valley Venture Investoren investieren nur hier, die fliegen nicht mal an die Ostküste. Es gibt dann natürlich andere Firmen, die an der Ostküste tätig sind. Aber wenn man sich ins Flugzeug setzen muss, um wohin zu fliegen, verliert man den ganzen Tag und das können sich die nicht leisten. Also es gibt einen guten Grund, dass es europäische Venture Kapitalisten gibt, weil die sind dann vor Ort und die kennen die Gesetze und wie man das dann arrangiert. Es gibt halt relativ wenig Venture Capital in Europa, oder in Deutschland zumindest. Aber die Amerikaner werden hier nicht viel mehr in Europa investieren, das ist höchst unwahrscheinlich.
Venture TV: Allein aufgrund der Entfernung und des schwierigen Handlings. Aber jetzt habe ich noch eine Abschluss-Abschlussfrage: Die größten oder die besten Gründercharaktere, wie sehen die aus? Gibt es da irgendwie welche, die besonders gut sind, oder ist da jeder anders als der Andere?
Andy von Bechtolsheim: Es ist im Allgemeinen wahr, die meisten Gründer, das sind Entrepreneurs. Die sehen also den Bedarf an einem neuen Produkt, die verstehen, wie man so was baut, hoffentlich, wie man bisschen Geld dafür auftreibt, wenn man dann die Mannschaft zusammenbringt, die das dann ausführt. Also dieser Zirkel – Idee, Markt muss natürlich da sein, welche Technologien man verwendet, wie man das Produkt an den Mann bringt – wenn man das in einem Kopf hat, das kann das schon sehr beschleunigen, also auf gut Deutsch. Nur, wenn die Firma dann größer wird, dann ist es oft die Tatsache, dass dieselben Gründer das alles in ihrer eigenen Kontrolle so eng haben wollen, dass es dann manchmal im Geschäft eher stört und dann halt die professionellen Manager reinkommen. Aber das heißt nicht, dass das Geschäft dann schlechter laufen muss. Es gibt natürlich beide Fälle.
Aber ein Gründer, der skalierbar ist, der also sieht, wie man dann in einem größeren Team gut arbeitet, das ist natürlich ein gewisser Luxus, würde ich sagen. Ein Gründer, der das halt nur als kleine Masche fahren würde und das nie im Wachsen machen würde, das wäre ein schlechtes Investment für den VC. Also es ist schon wichtig, dass man sieht, wie man das Geschäft groß machen kann.
Venture TV: Super. Ich danke dir ganz herzlich für diese vielen interessanten Antworten. Viel Spaß weiter hier in Amerika. Du hast ja dein Ziel und deine Heimat jetzt hier gefunden. Besten Dank!
Andy von Bechtolsheim: Danke!
Axel Springer im Silicon Valley: „Let’s keep some Spießertum.“
Print ist tot. Nun gut, noch nicht ganz. Aber bald. Zumindest so bald, dass sich der Axel Springer Konzern mit voller Kraft nach neuen Geschäftsmodellen umsieht. Dazu fuhr die Axel Springer Führungsspitze gemeinsam ins Silicon Valley und versuchte, den Geist des Silicon Valleys am eigenen Leib zu erleben. Das heißt: Economy statt Business Class und Motel statt Nobelhotel. Was die Springer-Truppe im Valley erlebt hat, zeigt dieses Video mit einer gewissen Selbstironie. Ob Springer die Transformation zum Digitalkonzern schaffen wird? Urteilt selbst!
#HugKai: Darum umarmen alle BILD-Chefredakteur Kai Diekmann
Warum umarmen die eigentlich alle Kai Diekmann?!
Die Tumblr Aktion #HugKai ist die Reaktion der deutschen Startup-Gründer auf die Berichterstattung über ein Foto, auf dem Wirtschaftsminister Philipp Rösler BILD-Chefredaktuer Kai Diekmann umarmt.
Das Foto hatte in den deutschen Medien viel Aufmerksamkeit erhalten und war Gegenstand zahlreicher Diskussionen.
Die Meinung der mitreisenden Startup-Gründer war, dass sich Philipp Rösler und sein Team mit der Startup-Reise viel Mühe gegeben haben. Dennoch war fast das Einzige, was als Medienecho übrig blieb, die Diskussion um das Umarmungsfoto mit Kai Diekmann.
Deshalb tun die mitreisenden Gründer der German Valley Week es Philipp Rösler jetzt einfach gleich und umarmen Kai Diekmann gleich 29 mal.
Sie hoffen, dass dabei nun ebenfalls das herauskommt, was bei Philipp Rösler das Ergebnis war: mehr Aufmerksamkeit – diesmal aber bitte für die Deutsche Startup-Szene.
Das sagt die Presse zum Rösler-Diekmann-Foto und zu #HugKai:
- Meedia: Hug Kai: Diekmann umarmt zurück
- Stern.de: Komm in meine Arme, Kai!
- Cicero: Medienguru Diekmann? Nein Danke!
- Spiegel: Wirtschaftsminister Rösler im Silicon Valley: „Philipp was here„
Philipp Rösler: Darum reise ich ins Silicon Valley
Philipp Rösler erklärt, warum er ins Silicon Valley reist und was er bisher für Eindrücke gesammelt hat. Mit einer Delegation von über 50 Startups reist Philipp Rösler ins Silicon Valley, um für die deutsche Internetszene zu werben.
Steht Plista kurz vor dem Verkauf? CEO Dominik Matyka zum Thema Exit.
Schon vor drei Jahren haben wir Plista besucht und über das Berliner Online-Marketing-Startup berichtet. Heute, nur drei Jahre später, hat Plista ein enormes Wachstum hingelegt, sein Produktportfolio ausgeweitet und kräftig internationalisiert. Seit langem schon wartet die deutsche Internetszene auf einen Verkauf des Unternehmens. Offiziell gibt sich Plista ganz relaxed. Das Unternehmen sei profitabel und es bestehe kein dringendes Interesse, jetzt zu verkaufen. Doch diesen Satz kennt man häufig von Unternehmen, die kurz vor einem Verkauf stehen. Und auch die „Szene“ munkelt immer wieder über einen baldigen Exit der Berliner. Dominik Matyka, CEO des Unternehmens klärt uns auf über mögliche Verkaufspläne. Oder übt er sich vielmehr in einer Verschleierungstaktik? Seht selbst!
Link: www.plista.com