Diese Startups pitchen beim Falling Walls Science Summit 2026

Sind das vielleicht die nächsten Unicorns? Der Falling Walls Science Summit zeichnet sich dadurch aus, revolutionäre Durchbrüche in Wissenschaft und Technologie zu präsentieren. Im Pitch-Format am ersten Tag stellen innovative Startups mit bahnbrechenden Technologien ihre Ideen vor. Wir haben uns die Teilnehmerliste einmal genauer angesehen.

Am 6. November 2026 treten im Falling Walls Science House in Berlin 25 Science-Startups aus 14 Ländern an. Sie wurden von Universitäten, Forschungsinstituten und Acceleratoren nominiert und von einem Advisory Board aus mehr als 200 Bewerbungen ausgewählt. Gepitcht wird in drei Clustern vor einer Jury aus Investoren und Konzern-Innovationschefs, darunter High-Tech Gründerfonds, Earlybird, Novo Holdings, Boehringer Ingelheim Venture Fund, SCHOTT und Sartorius. Der Tagesablauf: vormittags Sustainability, mittags Engineering of the Future, nachmittags Health Solutions. Am Ende kürt die Jury drei Cluster-Gewinner und den „Falling Walls Science Breakthrough of the Year“ in der Kategorie Science Start-ups, der am 9. November noch einmal auf der großen Bühne präsentiert.

Was den Summit insgesamt ausmacht, welche Sessions für Gründer und Investoren relevant sind und wie der Investoren-Kontakt funktioniert, lest ihr in in unserem Überblick über den Falling Walls Science Summit 2026.

Deutschland stellt mit sieben Teams die größte Gruppe. Hier stellen wir euch alle 25 Finalisten im Überblick vor:

Engineering of the Future

Arkeon Technologies (Göteborg, Schweden) korrigiert Fehler in supraleitenden Quantenchips nach der Fertigung: Bei Raumtemperatur werden die Josephson-Kontakte nachjustiert, damit mehr Qubits die Zielfrequenz treffen. Das erhöht die Ausbeute pro Chip. Das 2025 gegründete Team kommt aus dem Chalmers-Umfeld und hat eine Seed-Runde von 6,5 Mio. SEK (rund 600.000 Euro) von Chalmers Ventures, Navigare Ventures und Almi Invest eingesammelt.

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FluIDect (Jena) hat eine optische Biosensor-Plattform entwickelt, bei der fluoreszierende Mikrokügelchen direkt in die Flüssigprobe gegeben werden und Krankheitserreger wie Legionellen oder Salmonellen innerhalb von Sekunden anzeigen, ohne Labor und direkt in der Produktionslinie. Gründer sind Dr. Michael Himmelhaus, Dr. Tobias Schröter und Klaus Schindlbeck; die Forschung reicht bis 2004 zurück. FluIDect arbeitet mit SPRIND zusammen und wurde Ende 2023 von bm|t, b.value und der Sparkasse Jena-Saale-Holzland finanziert.

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Hades (München) bohrt mit Lasern statt mit Bohrköpfen: Kontaktloses Hartgesteinsbohren auf Basis von Photonik und Plasmaphysik soll Tiefengeothermie und den Zugang zu kritischen Rohstoffen bis zu zehnmal günstiger machen. Das Gründerteam um Dr. Max Werner, Björn Dressler (zuvor COO bei Isar Aerospace) und Dan Gengenbach (ex Marvel Fusion) kam im August 2025 aus dem Stealth-Modus und hat 5,5 Mio. Euro Pre-Seed von Project A, Visionaries Tomorrow, Founders Factory und Business Angels aus dem Umfeld von Quantum Systems, RobCo und Lilium erhalten.

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InSpace Propulsion Technologies, kurz ISPTech (Lampoldshausen) ist ein DLR-Spin-off und baut ungiftige „grüne“ Antriebssysteme für Satelliten, von CubeSats bis zu großen Raumfahrzeugen, auf Basis von Ethan und Lachgas. Hinter dem Unternehmen stehen über zehn Jahre DLR-Forschung; Gründer sind Dr. Lukas Werling und Felix Lauck. 2024 gab es 2 Mio. Euro Pre-Seed vom High-Tech Gründerfonds, First Momentum Ventures und Possible Ventures.

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leitspalt (Aachen), ein RWTH-Spin-off von 2024, hat einen patentierten Batteriekern aus der Luftfahrt abgeleitet, der Zellkühlung, Befestigung und tragende Struktur in einem einzigen stranggepressten Bauteil vereint. Versprochen werden rund zehn Minuten Ladezeit, mehr Reichweite, über 20 Prozent geringere Kosten pro Batteriepack und vollständig recycelbare Zellen. Das Team um Dr.-Ing. Jannik Bühring hat 2,5 Mio. Euro aus dem EIC Accelerator erhalten und ist im ESA BIC.

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Linque (München) entwickelt programmierbare Silizium-Photonik-Hardware für KI- und Cloud-Infrastruktur. Erstes Produkt ist ein rein optischer Rechenzentrums-Switch, der rund zwanzigmal weniger Strom verbrauchen soll als herkömmliche Ethernet-Switches. Linque ist Mitglied der Bavarian Chips Alliance.

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Stateful Robotics (Oxford, Großbritannien), ein Spin-out der University of Oxford, gibt Robotern ein Langzeitgedächtnis: Eine Software-Schicht erlaubt es Einzelrobotern und Flotten, Aufgaben über Stunden bis Wochen zu verfolgen und ihre Abläufe anzupassen, etwa in der Infrastruktur-Inspektion, Logistik oder Tiefsee. CEO ist Kirsty Lloyd-Jukes, dahinter stehen die Oxford-Professoren Nick Hawes und David Parker. Im März 2026 gab es 4,8 Mio. US-Dollar Pre-Seed von Amadeus Capital und Oxford Science Enterprises.

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SteerLight (Grenoble, Frankreich) ist ein CEA-Leti-Spin-off und baut 3D-LiDAR-Sensoren auf Photonik-Chips von wenigen Quadratmillimetern, ohne bewegliche Teile und in Standard-Foundries fertigbar, für Industrieroboter, Fahrerassistenzsysteme und Drohnen. 2024 flossen rund 3,2 Mio. Euro, angeführt von Stellantis Ventures, mit Quantonation und LIFTT.

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Health Solutions

Apersys (Zürich) ist aus dem Liver4Life-Projekt von ETH Zürich und Universitätsspital Zürich hervorgegangen. Die Perfusionsplattform hält Spenderorgane bis zu sieben Tage außerhalb des Körpers funktionsfähig, statt wie heute rund 24 Stunden. Aus Notfalltransplantationen werden planbare Eingriffe, Organe können vor der Transplantation repariert und getestet werden. Die FDA hat die Technologie 2023 als Breakthrough Device eingestuft.

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CARTemis Therapeutics (Berlin) ist ein Spin-off des Max Delbrück Centers und entwickelt personalisierte CAR-T-Zelltherapien der nächsten Generation gegen schwer behandelbare Krebsarten, darunter B-Zell-Lymphome und das Multiple Myelom. Ein hybrider In-vivo-Herstellungsansatz soll die Produktion skalierbar machen. Das Team um CEO Anthea Wirges hat BMBF-Förderungen von zusammen rund 5,9 Mio. Euro erhalten und wird vom Helmholtz-Spin-off-Fonds unterstützt.

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Diamens (Linz, Österreich) hat den ersten molekularen Test auf Endometriose aus Menstruationsblut entwickelt. Die Probe wird zu Hause genommen und im Labor per PCR ausgewertet; die Erkrankung, die heute oft erst nach Jahren diagnostiziert wird, soll so nicht-invasiv und früh erkannt werden. Das rein weibliche Gründerteam um CEO Marlene Rezk-Füreder wurde 2026 von eQventure, VP Venture Partners und weiteren Investoren finanziert.

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exalt (Wien), Spin-off der MedUni Wien, bietet funktionelle Präzisionsonkologie: Lebende Krebszellen eines Patienten werden gegen bis zu 140 zugelassene Wirkstoffe getestet, innerhalb von 72 Stunden liefert der „f Screen“ ein Ranking der wirksamsten Therapien. Der Fokus liegt zunächst auf Leukämien und Lymphomen; die Methode wurde in der EXALT-1-Studie publiziert, eine randomisierte Folgestudie läuft. EIT Health kürte exalt 2025 zum besten europäischen MedTech-Startup.

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Inn’Pulse (Frankreich) entwickelt einen Defibrillator im Taschenformat, der mit dem Smartphone gekoppelt wird und Ersthelfern bei Herzstillstand sofortiges Eingreifen ermöglichen soll. Das 2023 gegründete Team um CEO Guillaume Pétriat und den Kardiologen Thierry Tibi wurde am Drahi X-Novation Center der École polytechnique inkubiert, der Marktstart ist für Anfang 2027 geplant.

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Infensa Bioscience (Brisbane, Australien) entwickelt aus dem Gift der australischen Trichternetzspinne ein Peptid-Medikament, das Herz- und Hirnschäden nach Herzinfarkt und Schlaganfall begrenzen soll. Die Forschung stammt vom Institute for Molecular Bioscience der University of Queensland; eine Phase-1-Studie läuft seit Januar 2026, finanziert durch einen Förderzuschuss von 17,8 Mio. Australischen Dollar.

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noah labs (Berlin) betreibt eine MDR-zertifizierte Plattform zur Fernüberwachung von Patienten mit Herzinsuffizienz, Bluthochdruck und Herzrhythmusstörungen und hat einen KI-Stimm-Biomarker entwickelt, der eine drohende Dekompensation bis zu 14 Tage im Voraus erkennt. Das 2021 gegründete Unternehmen um CEO Oliver Piepenstock hat Anfang 2025 3 Mio. Euro Seed von Nina Capital, adesso ventures und der DHZB-Stiftung erhalten und arbeitet mit dem Deutschen Herzzentrum der Charité sowie der Mayo Clinic zusammen.

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NodeAI (Hamilton, Kanada) hat ein KI-Werkzeug entwickelt, das die Stadieneinteilung von nicht-kleinzelligem Lungenkrebs anhand der Lymphknoten beschleunigt und präziser macht. Mitgründer ist der Thoraxchirurg Dr. Waël Hanna; 2025 gewann das Team den mit 100.000 Dollar dotierten Ernsting Entrepreneurship Award.

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UNOMR (Zürich), ein ETH-Spin-off von 2025, baut Nanoporen-Sensoren mit einstellbarer Porengröße zur Analyse einzelner Proteinmoleküle. Ziel ist langfristig die vollständige Proteinsequenzierung, mit Anwendungen in der Krebsfrüherkennung und Wirkstoffentwicklung. UNOMR gehört zu den Hello Tomorrow Top 100 Deep-Tech-Startups 2026.

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Sustainability

BioBlends (Tucumán, Argentinien) produziert durch bakterielle Fermentation ein Konservierungsmittel, das in der Verpackung verdampft und Schimmel auf Lebensmitteln verhindert, ohne Rückstände zu hinterlassen. Brot blieb in Tests des Unternehmens mehr als 67 Tage schimmelfrei. Gegründet wurde das Unternehmen von drei promovierten Wissenschaftlerinnen der Universidad Nacional de Tucumán; es arbeitet bereits in Pilotprojekten mit Lebensmittelkonzernen.

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Brineworks (Amsterdam) entzieht per Meerwasser-Elektrolyse dem Ozean CO2 und produziert dabei günstigen grünen Wasserstoff als Rohstoff für E-Fuels wie nachhaltigen Flugkraftstoff. Der Prozess läuft intermittierend mit billigem Ökostrom. Das 2023 gegründete Team hat im September 2025 rund 5,5 Mio. Dollar Seed von SeaX Ventures erhalten, dazu 2,1 Mio. Euro aus dem EIC Accelerator.

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Evoralis (Cambridge, Großbritannien) entdeckt und optimiert Enzyme per Mikrofluidik-Hochdurchsatzverfahren, um Kunststoffe und Textilien enzymatisch zu recyceln. Das 2021 von Liisa van Vliet, Josephin Holstein und Mariana Rangel Pereira gegründete Unternehmen mit Cambridge-Hintergrund hat 2024 eine Seed-Runde von 3,3 Mio. Dollar abgeschlossen.

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Helix Earth (Houston, USA) ist ein Spin-out der Rice University und nutzt eine gemeinsam mit der NASA entwickelte Flüssig-Gas-Trennchemie, um Klimaanlagen nachzurüsten: Entfeuchtung wird von der Kühlung entkoppelt, was den Energieverbrauch deutlich senkt. Im März 2026 schloss das Team eine 12-Mio.-Dollar-Runde unter Führung von Veriten ab.

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MariHealth Solutions (Kapstadt, Südafrika), Spin-out der University of Cape Town, misst per Massenspektrometrie Hunderte Proteine im Blut von Zuchtfischen, Abalonen und Garnelen und erkennt so chronischen Stress und Gesundheitsprobleme in Aquakulturen frühzeitig. Das Unternehmen sucht aktuell rund 1,5 Mio. Dollar und erwägt eine europäische Niederlassung.

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NPHarvest (Finnland) ist ein Spin-out der Aalto University. Der „Nutrient Catcher“ gewinnt Stickstoff und Phosphor aus konzentriertem Abwasser von Kläranlagen, Biogasanlagen und Viehbetrieben zurück und macht daraus Ammoniumsalz-Dünger, bei niedrigem Energieeinsatz. 2024 gab es 2,2 Mio. Euro, davon 1,3 Mio. Euro Eigenkapital unter Führung von Nordic Foodtech VC.

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Resurrect Bio (Norwich, Großbritannien) ist ein Spin-out des Sainsbury Laboratory. Die KI „FloraFold“ sagt vorher, wie Proteine von Nutzpflanzen und Krankheitserregern interagieren, und ermöglicht es, die natürliche Immunabwehr von Pflanzen per Gen-Editierung wiederherzustellen, ohne Chemie. 2026 sammelte das Unternehmen 10,3 Mio. Dollar Series A unter Führung von Corteva Catalyst ein.

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Tattva (Exeter, Großbritannien) züchtet Baumaterial: Bioingenieurtechnische Prozesse, die Mikroorganismen nachahmen, mineralisieren CO2 und lassen in rund zehn Tagen ein Material wachsen, das die Festigkeit von Ziegeln, die Dämmwirkung von Schaum und die Lichtdurchlässigkeit von Glas verbinden soll, bei gleichzeitiger Kohlenstoffbindung. Das 2024 gegründete Unternehmen wird von Innovate UK gefördert und arbeitet mit Catnic (Tata Steel) zusammen.

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Fazit

Die Liste zeigt, wo Deep Tech 2026 steht: Quantenchips, Photonik, Lasertechnik und Robotik auf der einen Seite, Zelltherapien, molekulare Diagnostik und Organkonservierung auf der anderen, dazu Kohlenstoffentnahme, Enzym-Recycling und gezüchtete Baustoffe. Fast alle Teams kommen direkt aus Forschungseinrichtungen, viele haben bereits erste Finanzierungsrunden hinter sich. Wer die Gewinner sehen will, sollte am 6. November in Berlin sein.

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Falling Walls Science Summit 2026: Warum diese Wissenschaftkonferenz unser Konferenz-Favorit des Jahres ist

Vom 6. bis 9. November 2026 treffen sich im Falling Walls Science House in Berlin über 2.000 Köpfe aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft. Für Startup-Gründer und Investoren ist vor allem der erste Tag spannend: 25 Science-Startups aus aller Welt pitchen vor einer Jury aus VCs und Konzern-Innovationschefs. Wir stellen das Format, die Finalisten und die Chancen zum Investoren-Kontakt vor.

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