Pitch: Careerdate – Triff deine zukünftigen Kollegen

In unserer Rubrik “Pitch” stellen sich Startups potenziellen Investoren und Kunden vor und erzählen über den Aufbau ihres Startups, über Pläne und Herausforderungen. Heute begrüßen wir Careerdate zum Pitch.

In einem Satz erklärt – was macht Careerdate?

Careerdate ist eine Plattform zur Anbahnung von persönlichen Treffen zwischen Mitarbeitern und Kandidaten.

Wie würdet ihr eurer Oma erklären was ihr macht?

Wir helfen Bewerbern und Mitarbeitern dabei, sich zu persönlichen Treffen zu verabreden. Bei diesen Treffen lernt man sich fachlich und persönlich kennen und kann im Anschluss besser einschätzen, ob man zueinander passt.

Wie kamt ihr auf die Idee Careerdate zu gründen?

Die Careerdate-Geschichte begann Anfang September 2013. Ich hatte gerade meinen alten Arbeitgeber verlassen, bei dem ich mich 4 Jahre lang mit Marktforschung im HR-Bereich beschäftigt habe. Wir hatten also direkt zu Beginn eine recht klare Vorstellung davon, welche Anforderungen Kandidaten haben. Der Wunsch nach Transparenz und besserer Erlebbarkeit des Arbeitgebers stand dabei hoch auf der Liste. Beides lässt sich am besten in einem persönlichen Treffen realisieren. Die Idee in ihrer heutigen Form entstand allerdings erst nach einer Feedback-Runde mit 30 Unternehmen. Das war rückblickend ein zentraler Schritt, da wir anschließend das Produkt „gemeinsam mit dem Markt“ entwickeln konnten.

Warum braucht die Welt Careerdate?

Ich glaube, dass man sich nur über persönliche Treffen wirklich kennenlernen kann. Heutzutage gibt es viele, zum Teil beliebig austauschbare, Statements und Kampagnen von Arbeitgebern. Was fehlt ist oftmals die Transparenz und das authentische Erleben der gegebenen Versprechen. Das ist nur zum Teil über die Karrierewebseite und Social Media möglich. Persönliche Treffen erlauben Gespräche auf Augenhöhe. Und das mit zukünftigen Kollegen, denen man fachbezogene Fragen stellen kann. Der Arbeitgeber wird dadurch erlebbar, die Entscheidung ob man zueinander passt erleichtert. Letztendlich wird man später auch zusammenarbeiten. Da macht es Sinn, früh im Prozess herauszufinden, ob es auch auf menschlicher Ebene passt. Mit Careerdate wollen wir unseren Beitrag dazu leisten, dass mehr solcher Treffen stattfinden.

Wie wollt ihr Geld verdienen?

Wir sind in der schönen Situation, dass wir das bereits tun. Bei 25 Kunden können wir unseren Geschäftsbetrieb aus den Cashflow finanzieren. Das Business-Modell sieht so aus, dass Unternehmen ein Jahres-Abo abschließen und dann Karriere-Treffen auf unserer Plattform publizieren können. Darüber hinaus gibt es Zusatzleistungen wie Unternehmensprofil und Event-Feed, der in die eigene Webseite integriert werden kann.

Wie hat sich das Gründerteam zusammengefunden und wer ist mit dabei?

Das Kernteam von Careerdate besteht aus 4 Personen (Johnny, Davide, Tobias und Christoph). Dazu kommen zurzeit noch 3 Freelancer. Wir kannten uns bereits vor der Gründung aus der Stockholmer Start-Up-Szene. Davide und Johnny waren auch die Ersten, die Feedback zum Konzept gegeben haben. Dann kam, wie so oft, eins zum anderen und nach kurzer Zeit waren wir ein recht eingespieltes Team. Johnny und Tobias kümmern sich um alle technischen Aspekte, Davide ist für das Marketing und User Generation verantwortlich und ich kümmere mich um Sales, PR und Partner-Management.

Wo seht ihr Careerdate in fünf Jahren?

Fünf Jahre sind für ein Tech Start-Up ein sehr langer Planungshorizont : ) Meine Kristallkugel sagt mir, dass wir bis dahin die zentrale Anlaufstelle für alle Offline-Karriere-Treffen sind. Und das nicht nur in Deutschland, sondern in 5 weiteren europäischen Ländern sowie den USA.

Wie kamt ihr auf den Namen Careerdate?

Bei der Namensgebung haben wir uns drei Vorgaben gesetzt: Der Name sollte

a) das Produkt so gut wie möglich beschreiben,

b) das Potential haben, ein Substitut für das Wort „Karriere-Events“ (= Careerdates) zu werden

und c) auch im Ausland funktionieren.

Wie finanziert ihr den Aufbau von Careerdate?

Wir hatten Glück, dass wir vor Anfall von hohen Kosten (Entwicklung der Plattform, Vermarktung, etc.) ein Finanzpolster aufzubauen konnten. Und zwar hatten wir uns dazu entschieden eine Corwdfunding-Kampagne mit Unternehmen zu starten. Jeder Arbeitgeber dem das Konzept gefiel und der von Anfang an dabei sein wollte, hatte die Möglichkeit sich an den Entwicklungs- und Vermarktungskosten zu beteiligen. Im Gegenzug gab es für diese Pionier-Unternehmen ein Jahres-Abo sowie Mitspracherecht bei Zielgruppe und Ausgestaltung der Plattform. Das hat wunderbar geklappt. Wahrscheinlich auch, da Crowdfunding im HR-Bereich nicht sehr verbreitet ist. Der Neuigkeitsfaktor hat uns definitiv in die Karten gespielt.

Was war das bisher schönste Erlebnis beim Startup-Aufbau und was war das bisher nervigste Erlebnis beim Startup-Aufbau?

Was das schönste Erlebnis angeht, so gibt es zwei die auf einer Stufe stehen. Zum einen war es der Moment, an dem sich die erste Person über Careerdate auf ein Treffen beworben hat. Zwar rechnet man damit, aber erst in diesem Moment weiß man, dass das Konzept funktioniert. Das zweite tolle Erlebnis war die Auszeichnung zu einem der 15 innovativsten Start-Ups Schwedens (und das obwohl wir bislang nur auf dem deutschen Markt tätig sind). Der Gewinn des sogenannten VINN NU Awards war eine tolle Bestätigung unserer Arbeit und gab einen enormen Motivationsschub. Das eine nervige Erlebnis gab es bislang nicht. Vielmehr sind es viele kleine Dinge, mit denen man im Start-Up-Alltag zurecht kommen muss. Dazu gehören viele administrative Aufgaben, das Warten auf externe Dienstleistungen oder auch mal ein Lead, der im letzten Moment abspringt. Das alles gehört dazu und solange die positiven Erlebnisse langfristig überwiegen, ist alles in Ordnung : )

Wollt ihr internationalisieren?

Ja, und das recht bald. Wir evaluieren zurzeit den Markteintritt in Österreich und der Schweiz. Danach werden wir Careerdate in den skandinavischen Ländern, allen voran Schweden, ausrollen.

Vielen Dank für eure Teilnahme am Pitch und viel Erfolg!

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