Alle dachten Tesla und Google werden die deutschen Auto-Hersteller zerstören. Doch dann kam diese krasse Antwort von Mercedes-Benz.

Tesla baut die besten Elektroautos. Google ist mit seinem selbstfahrenden Auto technisch uneinholbar voraus. Und jetzt fängt Apple Gerüchten zufolge auch noch mit dem Autobau an. Bei so viel amerikanischer Innovationskraft ist es wohl nur noch eine Frage der Zeit, bis die deutschen Autohersteller elendig zugrunde gehen werden. Diese und ähnliche Sätze hört man in der letzten Zeit zumindest immer öfter.

Aber ist es nur das knackigere Marketing der Amerikaner oder ist die Innovationskraft amerikanischer Unternehmen wie Tesla, Google und Apple mittlerweile wirklich größer als der viel gelobte Erfindergeist deutscher Tüftler und Erfinder? Und warum fangen deutsche Hersteller nicht auch endlich einmal an mit den großen Innovationen? Wann nehmen sie den Fuß von der Bremse und wenden sich mit Vollgas neuen Technologien zu?!

Das neue Research Car F105 von Mercedes-Benz scheint nun endlich eine mutige deutsche Antwort auf die amerikanischen Auto-Innovationen der letzten Jahre zu sein. Der Mercedes-Benz F105 fährt emissionsfrei wie ein Tesla und selbständig ohne Fahrer wie das Google-Auto. Und gegenüber dem sehr nüchternem Technikbaukasten-Look der Google-Autos sieht er wirklich nach einem spannenden Stück wahr gewordener Zukunft aus!

Was glaubt ihr: Hängt Amerika uns ab oder können die deutschen Autobauer in puncto Innovationen auch in Zukunft mithalten? Wir freuen uns auf eure Kommentare!

Quellen:
Oberes Video: Verge Journalist Chris Ziegler testet den Mercedes-Benz F105.
Unteres Video: Mercerdes-Benz Webseite

3 Kommentare

  • Pseu
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    Das liegt einfach daran dass die Amerikaner die Innovationen die sie vorantreiben wollen viraler kommunizieren als die Deutschen. Wir sind zurückhaltender und präsentieren erst was wenn wir denken dass es einer finalen Version ähnlich ist.

  • Dolinar
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    Nichts von dem gezeigten Fahrzeug, wird in den nächsten 15 Jahren auf der Straße fahren. Was die Käufer von Autos schon lange wissen, interessiert die Autoindustrie und die Presse anscheinend überhaupt nicht. Die Verwendungen von komplexen elektronischen Systemen macht ein Fahrzeug nicht unbedingt besser. Fragen sie einen Taxi-Fahrer was er von seinem Neuwagen mit Stern hält.
    Will ich ein selbstfahrendes Fahrzeug? Nein! Für alle die sich fahren lassen wollen…Taxi, Bus, S-Bahn. Ich würde gerne einen Neuwagen kaufen…aber die Industrie produziert komplett an meinen Bedürfnissen vorbei und es wird nur schlimmer.

  • smile
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    Der PR-Film ist ganz ansehnlich geworden…erinnert mich ein bisschen an diverse Kinotrailer 🙂

    Das Manko für den Otto-Normalverbraucher mit Modellen wie “the verve” ist dasselbe wie bei Fashiondesignern in Paris, New York und London: für den Laufsteg ganz toll, wird aber niemals produziert bzw. von der Masse gekauft.

    Ein Vergleich mit Nokia ist riskant aber nicht unangebracht:
    Vormals Weltmarktführer bei Handys – trotz Subventionierungen vom Staat hat es am Ende nicht gereicht.
    Warum?
    Die Apple-Story dürfte der Leserschaft bekannt sein.
    Das Nokia 3310 beispielsweise hatte schon eine – zwar schlanke – aber dennoch funktionierende Spracherkennung an Bord. Es wurden damals Innovationen (Touchscreen) verschlafen, was noch nicht mal so schlimm ist.
    Das Schlimme daran ist, mit welcher Trägheit darauf reagiert wurde.
    Eine Idee+Vermarktungsstrategie+Nutzen+Qualität (Apple trat bis zum iPhone nicht als Handyhersteller am Markt auf)
    hat einen etablierten Konzern innerhalb kurzer Zeit nicht nur erschüttert, sondern regelrecht eingestampft.

    Wagen wir den Vergleich zu den Automobilherstellern:
    Aus einer nicht verifizierten Quelle soll z.B. BMW Subventionen für die Forschung in Elektrofahrzeuge in der Größenordnung von 2 Mrd. € erhalten haben.
    Bei der Einführung von strengeren CO2-Grenzwerten für die Automobilindustrie kam die Macht der entspr. Lobby zum tragen. Die Deutschen – denen nachhaltige Energien so wichtig sind – haben das Gesetz zur Verschärfung der CO2-Grenzen gekippt.
    http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/irritationen-wegen-merkel-und-autolobby-politik-mit-pferdestaerken-1.1707976

    An Geld und Einfluss mangelt es den Deutschen Herstellern also in keinster Weise.

    Woran es mangelt ist die Grundeinstellung zu den hergestellten Produkten und dem Ansatz der Gewinnmaximierung.

    Hier mal ein Beispiel wie z.B. BMW mit seinen Kunden in Servicefällen umgeht:
    http://www.motor-talk.de/forum/dsc-hydroaggregat-defekt-t3473071.html

    Evtl. sollten sich die Deutschen Automobilhersteller fragen, ob sie es mit der „Abbruchkante der Qualität” übertrieben haben.

    Wenn nur noch das erwirtschaften von Profit das Unternehmensziel darstellt, wird nur noch auf die Verkäuflichkeit des Produktes geachtet, nicht auf seine Nützlichkeit. Die Schwächen des Produktes würden dann von Marketing und PR kompensiert. Für die dadurch entstehenden Zusatzkosten kommt letztendlich der Kunde auf. Dies führt zu einer Preispolitik, die sich nicht an den Produktionskosten orientiert, sondern darauf abzielt, so viel mitzunehmen als nur möglich.
    Typische lose-lose Situation: Weniger Nutzen und höhere Preise.

    Den Tesla gibt’s noch nicht lange und es fehlen natürlich Erfahrungswerte im Hinblick auf Fehleranfälligkeit.

    Aber wenn man bedenkt, dass es Tesla innerhalb kürzester Zeit geschafft hat ein marktreifes, serienfähiges, laufweitenstarkes Elektrofahrzeug zu bauen, ist denen alles zuzutrauen.

    Tesla hat sämtliche Patente im Bereich der Elektrofahrzeugentwicklung öffentlich gemacht.
    Das Aufladen an sog. Superchargern ist und bleibt kostenlos.

    Probleme und Reaktionen von Tesla:
    Die Reichweite ist zu gering – Model S: 460 – 502 km (selbst bei optimistischen Maßstäben weit mehr, als andere Hersteller bieten)
    Die Autos sind zu teuer – ab 2016-2018 neues Modell: Tesla Model 3 (ab ca. 35.000 USD)
    Die benötigten Rohstoffe (seltene Erden,…für Akku) sind begrenzt – bis 2020 will Tesla mit seiner neuen “Gigafactory” 500.000 Elektroautos mit preisgünstigen Batteriepaketen versorgen.

    Über die Problematik mit akkubetriebenen Autos in Bezug auf Ökologie wird hier bewusst verzichtet.

    Warum die deutsche Automobilindustrie doch bestehen wird:

    Die hohe Nachfrage der sog. BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China) und weiterer Schwellenländer.
    Dort gelten westlich Marken als Statussymbol bzw. die Qualität der eigenen Automobile lässt zu wünschen übrig.
    Das Thema Ökologie ist dort größtenteils (noch) kein Thema – selbst bei uns ist vieles nur heiße Luft.

    Was aber passiert, falls sich die o.g. Länder – wider erwarten der Konsumforschungsabteilungen unserer Automobilhersteller – doch für den Tesla und seine Zunft – Qualitätsversprechen, Kundennutzen und Mehrwert entscheiden?

    Dann hilft auch keine Lobbyarbeit.

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